Tradition der Moderne – die Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin

Ein Beitrag von Claudia Assmann

Im März 2002 feiert eines der renommiertesten Theater Deutschlands sein 40jähriges Jubiläum – die Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. 1962 von Jürgen Schitthelm, Dieter Sturm und anderen als „Schaubühne am Halleschen Ufer“ ins Leben gerufen, war die Schaubühne von der ersten Stunde an als privates Theater mit politisch und sozial engagiertem Spielplan konzipiert. Acht Jahre später begann eine Gruppe junger Theatermacher und Schauspieler um Peter Stein an der Schaubühne, neue Formen gemeinsamer Theaterarbeit zu realisieren und so das deutsche Theater im wahren Sinne des Wortes zu revolutionieren. Vor dem Hintergrund der 68er Bewegung hatte die konsequente und engagierte Auseinandersetzung mit politischen Inhalten auch Auswirkungen auf die Struktur und die Form des Theaters: Arbeitsprozesse wurden demokratisiert, alle Mitarbeiter hatten Mitspracherecht bei der Stückauswahl und die wissenschaftlich und langfristige Dramaturgie ermöglichte den Aufbau eines der bedeutendsten Schauspielensembles Deutschlands.

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