bdv-Präsident Jens Michow will Beteiligung der Veranstalter an Erstverwertung ändern

Die Mitglieder des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft (bdv) haben die Gründung einer Verwertungsgesellschaft beschlossen. Die Verwertungsgesellschaft soll vor allem die wirtschaftlichen Interessen der Veranstalter bei der Vervielfältigung, Verbreitung und Sendung von Live Mitschnitten wahrnehmen. Das Leistungsschutzrecht schützt künstlerische, wissenschaftliche und unternehmerische Leistungen, die keine individuellen Gestaltungen und damit einem urheberrechtlichen Schutz nicht zugänglich sind. Geschützt sind u.a. die Leistungen der Tonträgerhersteller, der ausübenden Künstler, der Sendeunternehmen, Filmhersteller und eben der Veranstalter.
„Das deutsche Urheberrecht gewährt den Veranstaltern in § 81 Urhebergesetz bereits seit langem ein eigenes Leistungsschutzrecht“, sagt bdv-Präsident Jens Michow „die Wahrnehmung dieses Rechts erfolgte bisher jedoch nur sehr eingeschränkt. Vor allem eine angemessene Beteiligung der Veranstalter an der Erstverwertung ihrer Veranstaltungen durch Vervielfältigung und Sendung erfolgte gar nicht. Das wollen wir jetzt ändern.“
Veranstalter seien bisher ausschließlich auf den singulären wirtschaftlichen Erfolg ihrer Konzerte und Tourneen angewiesen. Längerfristige Kooperationen zwischen Künstlern und Veranstaltern seien die Ausnahme. Durch die umfassende Wahrnehmung der ihnen zustehenden Schutzrechte wollen die Veranstalter gewährleisten, dass sie – wie z.B. auch die Tonträgerfirmen – langfristig an den Früchten ihrer Arbeit beteiligt werden. Die Gründung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Share
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Recht & Praxis veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.