Vier Fragen an Matthias Hirschbiegel zu Personalmanagement-Software für Theater

TheaterManagement aktuell: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit deutschen Kultureinrichtungen?
Matthias Hirschbiegel: In den Neunzigern haben wir für die Alte Oper Frankfurt eine Managementsuite entwickelt. In den folgenden Jahren wurde diese kontinuierlich weiterentwickelt und immer feiner den Bedürfnissen, insbesondere den dynamischen Vorgängen, eines Kulturhauses angepasst. Davon profitierte unser Auftraggeber, aber auch wir, denn Zug um Zug wuchs unser Verständnis für die sensiblen und vielschichtigen Vorgänge. In Gesprächen mit Verantwortlichen der Kulturszene stellten wir zudem fest, dass es ein großes Interesse an einer professionellen Lösung gibt, die auf die Belange einer Kultureinrichtung zugeschnitten ist.

TheaterManagement aktuell: Welche Vorteile bringt die digitale Organisation mit sich?
Matthias Hirschbiegel: Die Zentralisierung von Informationen ist sicherlich das größte Plus. Informationen, die vorher an vielen unterschiedlichen Stellen hinterlegt wurden, werden nun nur noch ein einziges Mal erfasst und jeder Mitarbeiter, der mit dem System arbeitet, ist sofort auf dem neusten Kenntnisstand. Kommt es beispielsweise zu Änderungen, muss nur an einer Stelle die Änderung erfasst werden, um in der nächsten Sekunde an allen Schaltstellen des Kulturbetriebs zur Verfügung zu stehen. Was von enormer Bedeutung ist, da etwa bei Produktionen eine Vielzahl von Beteiligten auf allen Aktionsebenen und oft unter hohem Zeitdruck tätig ist. Greifen dabei alle Zahnräder wie selbstverständlich ineinander, kommt das nicht nur der Aufführung zugute, sondern auch jedem Mitarbeiter, der seinen Teil zum Gelingen beiträgt.

TheaterManagement aktuell: Wie schnell lässt sich die Umstellung bewerkstelligen?
Matthias Hirschbiegel: Erfahrungsgemäß braucht es nur kurze Zeit. Mitarbeiter, die mit der Arbeit am Computer vertraut sind, sind sehr schnell in der Lage, ein solches System zu benutzen. Wir haben KOKOS.event so gestaltet, dass Windows-Nutzer sich sofort zurechtfinden. Das Erscheinungsbild orientiert sich an den klassischen Microsoft-Programmen. Wer Excel bedienen kann, fühlt sich gleich Zuhause.

TheaterManagement aktuell: Welche Funktionen werden künftig an Bedeutung gewinnen?
Matthias Hirschbiegel: Mobilität wird immer wichtiger, um auch an anderen Standorten oder unterwegs Daten und Informationen abrufen, eingeben und aktualisieren zu können. Mittels entsprechender Schnittstellen und Apps funktioniert so via Smartphone, Web und E-Mail die direkte Kommunikation mit dem hausinternen System. Das erhöht die Flexibilität in allen Bereichen und verkürzt die Informationswege eminent. Für KOKOS.event sind derzeit Apps für IOS, Android und Windows Mobile 7 in Vorbereitung.

Über Matthias Hirschbiegel (http://www.hg-online.de/):
Matthias Hirschbiegel (42), Gründer und Geschäftsführer der Hirschbiegel + Grundstein GmbH, Mainz-Kastel. Die H + G-Programmsuite KOKOS.event wurde ursprünglich für die Alte Oper Frankfurt entwickelt und ist mittlerweile in mehr als einem Dutzend deutscher Theater und Opernhäuser im Einsatz, darüber hinaus in Österreich und in der Schweiz. Aufgrund der hohen Flexibilität wird die Suite mittlerweile auch von Unternehmen der Kongress- und Veranstaltungsbranche genutzt, wie etwa der Steigenberger Hotels AG.

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