Hat das Abo Zukunft?

Ein Beitrag von Dr. Jürgen Buchham, Inh. Softwarehaus Dr. Buchham
 

Letztendlich werden Theaterbetriebe neben der hehren Kunst auch am wirtschaftlichen Erfolg gemessen und der hängt nun mal maßgeblich mit der Anzahl der zahlenden Besucher zusammen. Also lautet die Devise: Stammbesucher halten, neue Stammbesucher gewinnen und möglichst viel „Laufkundschaft“ anlocken. Welche Bedeutung hatten und haben in diesem Zusammenhang Abonnements? Aus der Perspektive meiner über zwanzig jährigen Erfahrung mit Besucherservice-Software für Theater jeder Art und Größe lässt sich vorwegnehmen: Ja, das Abonnement hat Zukunft.

Waren es ursprünglich klassische Anrechtssysteme mit festen Plätzen in festen Veranstaltungen, so zeichnen sich heutige Abo-Systeme durch hohe Flexibilität für die Besucher aus. Besucher sind, wirtschaftlich gesehen, hauptsächlich Kunden, denen möglichst viele Produkte verkauft werden sollen. Marketing- und Kundenbindungs-Instrumente müssen Kunden anlocken und nicht abschrecken. Darauf haben sich Theater heute mehr oder weniger gut eingestellt. Es wurde dazu eine große Vielfalt von Abo-Formen und -vergünstigungen entwickelt, die von Haus zu Haus nicht unterschiedlicher sein können. Damit verbunden ist ein teilweise sehr hoher organisatorischer Aufwand, so dass man sich bei mancher Übertreibung fragen muss, ob sie wirklich unter dem Strich sinnvoll ist.

Betrachtet man die unterschiedlichen Häuser, wird deutlich, dass vor allem gut besuchte größere Häuser aus den Abonnements großen Nutzen ziehen. Ebenso klar ist aber auch erkennbar, dass das Ergebnis der aufwändigen Abo-Verwaltung, auch ersichtlich an der teilweise riesigen Vielfalt der Abo-Ringe, sehr stark variieren kann. Nach heutigem Stand sind Abonnements unabhängig von den jeweiligen Ergebnissen aus den typischen Theatern und Veranstaltungsstätten nicht wegzudenken.

Größere Häuser nutzen häufig das ganze Spektrum an möglichen Abosystemen gleichzeitig. Das geschieht heutzutage in der löblichen Absicht, die Kunden mit Abos zu binden und zu gewinnen, sie aber nicht mit Knebelverträgen abzuschrecken. Oft sind die Abo-Systeme in den Häusern historisch gewachsen und man hat manchmal gar nicht gemerkt, dass sie immer komplizierter werden. Damit einher geht eine in vielen Fällen riesige Vielfalt von Tarifen, die im Prinzip ja auch nur weitere Rabattierungsvarianten sind. Es gibt Häuser mit einer handvoll Ermäßigungen, auf die alles zurückgeführt wird – fertig. Andere machen sich das Leben schwer mit unzähligen unterschiedlichen Preisarten. Es kommen immer mehr Formen und Ideen hinzu. Ganz zu schweigen vom immensen Aufwand in Rechnungswesen und Buchhaltung, wo man auch den Kunden mit unterschiedlichen Zahlweisen, Ratenzahlungen usw. entgegenkommt.

Der vollständige Beitrag ist zu lesen in TheaterManagement aktuell / Ausgabe 69.
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