Energieeffizienz schafft neue Möglichkeiten – wirtschaftlich und künstlerisch


Gerade Scheinwerfer in Theatern und Veranstaltungsstätten bieten in energetischer Hinsicht großes Einsparpotential. Dies stellte Lichtdesigner Jürgen Nase bei einer Präsentation neuer LED Bühnentechnik im Rahmen einer Veranstaltung zur „Energieeffizienz in hessischen Theatern“ vom Institut für Nachhaltigkeit in Kultur & Tourismus bereits im Oktober vor. In einer Demonstration ließ Nase 34 ETC Source Four LED Series 2 erstrahlen – sie verbrauchten insgesamt 5.100 Watt. Vergleichbare konventionelle Systeme benötigen dagegen wesentlich mehr Energie. Sechs vergleichbare konventionelle Strahler verbrauchten bereits 6.000 Watt Leistung. Weiterer Pluspunkt der LEDs sei, so Nase, ihre wesentlich geringere Wärmeentwicklung – was erneut großes Einsparpotential bietet. „Bei konventionellen Lichtsystemen müssen Klimaanlagen die entstehende Wärme neutralisieren. In vielen Theatern, wie z.B. dem Aalto-Theater in Essen sind die Katakomben deshalb voll mit Klimaanlagen. Das ist mit LED-Systemen nicht mehr nötig. Man kann sie viel kleiner dimensionieren.“

Die LED Scheinwerfer punkten jedoch nicht nur unter energetischen Gesichtspunkten. Die neuen ETC-Systeme erschließen Lichtdesignern und Theaterschaffenden völlig neue kreative Möglichkeiten. Jürgen Nase: „Wir – die Lichtdesigner, die Bühnenbildner, die Kostümbildner – können das alle noch gar nicht so richtig begreifen, weil es noch so neu ist. Wir müssen jetzt lernen damit umzugehen. Das LED-Licht hat ein ganz enges Farbspektrum.“ Was für die gesamte Lichtszene neue Perspektiven und Optionen bietet: „Wenn ich eine konventionelle Lampe habe und mache einen Filter rein dann sehe ich zwar rot, aber ich habe noch ganz viele Nebenspektren“, so Nase weiter. Beim LED erhalte man nur eine Farbe. Daher reagierten diese komplett anders. „Wenn wir diesen Effekt begreifen und damit konstruktiv umgehen, können wir auf der Bühne Kostüme schwarz machen, Kostüme komplett hervorheben. Wir können so malen, nur mit Farbänderungen komplette Szeneriewechsel machen. Das ist für mich als Lichtdesigner das Spannendste an den LEDs überhaupt.“ Dies ist indes nur mit vielen einzelnen LED-Farben möglich, die zusammen das gesamte Spektrum abbilden – ein innovatives Feature, wie es nur die ETC Source Four LED Series 2 Scheinwerfer mit dem x7-Farbmischsystem bieten. „Das ist ein neuer Pinsel in unserem Werkzeugkasten“, so das Fazit von Nase. Was diese Möglichkeiten in der Praxis – also im Live-Einsatz – bedeuten, erlebten die Teilnehmer anschließend in einer eigens für die Veranstaltung inszenierten Ballettaufführung von Choreograph Stéphen Delattre. Auch Delattre zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten der LED-Scheinwerfer: „Ich war vom ersten Moment an überwältigt von den Möglichkeiten.“ Er sei von all diesen Optionen inspiriert worden: „Alles, was du im Kopf hast, lässt sich damit umsetzen.“ Doch nicht nur in künstlerischer Hinsicht sieht der französische Künstler Vorteile: „Man spart Zeit und vor allem Arbeit und Muße, man muss nicht ständig auf der Leiter nach oben klettern, um die Farbe zu ändern und kann viel mehr auf der Bühne arbeiten.“ Stéphen Delattre würde deshalb am liebsten ausschließlich mit LEDs arbeiten, denn: „Das Ergebnis spricht für sich selbst.“

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