karen stone

generalintendantin theater magdeburg

Was war Ihr größter persönlicher Erfolg?
Mein erster Marathonlauf: 1995 in München in knapp über vier Stunden.

Was macht Ihnen die größte Sorge?
Mich besorgt zu sehen, wie sehr Sparmaßnahmen das kulturelle Schaffen und die Kulturlandschaft beeinflussen. Glücklicherweise ist das Theater Magdeburg davon bisher nicht so stark betroffen.

Was würden Sie gern besser können?
Eigentlich alles, zum Beispiel: Segeln, Bridge spielen, Kochen… Im Grunde gibt es nichts, an dem ich nicht arbeite, um mich zu verbessern.

Was schätzen Sie bei Ihren Mitarbeitern besonders?
Ihr Engagement für das Theater und seine Belange. Und, dass sie mich unterstützen und ertragen.

Der größte Nachteil für die Kultur- und Veranstaltungsbranche in Deutschland?
Die schier unüberwindbare Trennung zwischen häufig unterfinanzierter freier Szene und staatlich subventionierten Kulturinstitutionen.

Der größte Vorteil für die Kultur- und Veranstaltungsbranche in Deutschland?
Die wunderbare Theaterlandschaft und die wichtige Rolle eines Theaters im gesellschaftlichen Leben einer Stadt.

Welche Persönlichkeit des realen Lebens ist Ihr Vorbild?
Hannah Arendt

Welches Buch lesen Sie gerade?
In Vorbereitung auf meine Inszenierung von Gottfried von Einems Oper »Dantons Tod« lese ich derzeit die Geschichte der Französischen Revolution »Citizens« von Simon Sharma.

Was essen und trinken Sie am liebsten?
Am liebsten esse ich Fisch und um – vermutlich – Goethe zu zitieren: »Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken«.

Welche Aufführung (Konzert, Oper, Musical, Theater etc.) werden Sie als nächstes besuchen?
Die Inszenierung von »Medea« an der Komischen Oper Berlin, aufgrund meines Interesses an moderner Musik.

Wenn Sie einen Tag Bundeskanzler wären und genau eine Entscheidung treffen dürften, wie sähe die aus?
Ich würde mich stärker für eine Strafbarkeit von weiblicher Genitalverstümmelung im In- und Ausland einsetzen.

Vorausgesetzt es gibt die Reinkarnation – als was möchten Sie wiedergeboren werden?
Ich wäre gern ein Koalabär, der, im leichten Rausch von Eukalyptusblättern, entspannt auf einem Baum sitzt und für liebenswert gehalten wird. Wenn mir jedoch jemand zu nahe kommt, kann ich meine Krallen zeigen.

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