Begeisterung, die ansteckt – dem Erfolg der K&K Philharmoniker auf der Spur


Maximilian und Matthias Georg Kendlinger (v.l.n.r.) – K&K Philharmoniker Foto: Christoph Ascher

Es ist eine Geschichte wie aus dem 19. Jahrhundert. Sie beginnt mit der großen Musikbegeisterung eines 5-jährigen Jungen in Tirol, den es auf die Bühne zieht. Später folgen Auftritte im Quartett und die Gründung einer Konzertagentur für Klassische Musik, in der Freunde, Frau, Sohn und Geschwister mitwirken. Aus Talent und Begeisterung wird eine Ausnahmekarriere als erfolgreicher Impresario, Dirigent und Komponist mit eigenem Orchester, Ballett und Opernchor und etwa 100 Konzerten jährlich in renommierte in Häusern in ganz Europa und zahlreichen CD-Produktionen. Dass dabei der musikalische Fokus auf Werken der Strauß-Dynastie liegt, der Klangkörper ein „K&K“ im Namen trägt und der Sohn bereits mit 13 Jahren erstmals den Taktstock führt, machen das Bild komplett.

Was sich anhört wie ein Märchen aus einer vergangenen Musikepoche, ist Realität im 21. Jahrhundert. Es ist die Geschichte eines der führenden privat finanzierten Sinfonieorchester und ihres Gründers Matthias Georg Kendlinger und seiner außergewöhnlichen Musikerfamilie.

1994 entschließt sich Matthias Georg Kendlinger seiner großen Leidenschaft, der Musik zu folgen und gründete die Konzertagentur DaCapo in Kufstein. Unter anderem war er im Gründungsjahr Geschäftsführer der Tiroler Festspiele, projektierte den Frankfurter Operettenfrühling und initiierte 2009 mit den Tiroler Beethoven-Tagen ein Festival, über das der ORF später eine 40-minütige TV-Reportage drehte. Im Rahmen von Gastspiel-Tourneen mit der Staatsoper Lemberg brachte Kendlinger Opern wie Aida, Nabucco und La Traviata auf die Bühnen Europas. Einzelne Konzerte wurden u.a. im ZDF und im Dänischen Fernsehen übertragen. 2002 gründete er zusammen mit seiner Gattin Larissa die K&K Philharmoniker mit ukrainischen Musikern. Mit seinen Programmen knüpft das Orchester an die goldene Ära der Donaumonarchie mit ihrer glanzvollen Musiktradition an. Bis heute folgten fast 1.500 Konzerte in 19 europäischen Ländern mit farbigen Strauß-, Lehár-, Mozart-, Dvořák-, Tschaikowski-, Wagner-Kompositionen sowie Opernchor-Programmen und Kompositionen aus der Feder von Matthias Georg Kendlinger. Zu Gast ist das Orchester beispielsweise im Herkulessaal der Münchner Residenz, im Gewandhaus zu Leipzig, in der Tonhalle Düsseldorf sowie in den Konzerthäusern von Berlin, Stockholm, Madrid, Oslo, Paris und Kopenhagen und im Wiener Musikverein. Mehr als 30 CD-Einspielungen und Konzert-DVDs unter den Labels „DaCapo Austria“ und „K21“ dokumentieren eine Auswahl des breit gefächerten Repertoires der K&K Philharmoniker.

In der Saison 19/20 stehen Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, in Dänemark, Norwegen, Finnland, Italien, Belgien Luxemburg und der Ukraine auf dem Tourneeplan. Orchesterdirektor und Tourneeleiter ist Oleg Stankevych, Konzertmeister sind Jurii Olinyk und Igor Muraviov.

Mit der 20-köpfigen, familieneigenen Konzertagentur DaCapo Musikmarketing GmbH mit Büros in Tirol, Leipzig und Lviv (Lemberg, Ukraine) veranstalten die Kendlingers unter  anderem seit 1994 die „Wiener Johann Strauß Konzert-Gala“ und bringen seit 2004 „Die schönsten Opernchöre“ auf die Bühne. Eigens für die „Wiener Johann Strauß-Konzert-Gala“ 1998 wurde das Österreichische K&K Ballett gegründet, das seither ein markanter Bestandteil in zahlreichen DaCapo-Produktionen ist. Es umfasst 5 Paare, mit über viele Jahre hinweg festen Bühnentänzern. Zur aktuellen Strauß-Gala treten 4 Paare auf, die gemeinsam oder auch in Einzelpaaren ausgewählte Stücke vertanzen. In dieser Saison werden 32 Konzerte mit Ballett stattfinden. Generell wird dabei auf einem Ballettboden direkt vor dem Orchester auf der Bühne getanzt. Von 1999 bis 2008 prägte Gerlinde Dill (1933-2008), langjährige Ballettmeisterin der Wiener Staatsoper und Choreographin der Wiener Neujahrskonzerte, den Stil dieses K&K-Ensembles. Unter ihrer Leitung entstanden viele unvergessliche Choreographien – neben denen der „Wiener Johann Strauß Konzert-Gala“ beispielsweise auch zu Kompositionen von Tschaikowsky. Neue Akzente setzte Gerlinde Dill 2006 mit ihrer Interpretation zur Uraufführung der sinfonischen Dichtung „Der verlorene Sohn“. Die ca. 11-minütige sinfonische Dichtung von Matthias Georg Kendlinger wurde von der Wienerin dazu komplett durchchoreografiert. Seit 2009 zeichnet Viktor Litvinov für die Auftritte der Ballett-Compagnie verantwortlich, der sich beispielsweise als Chef-Ballettmeister an der Staatsoper („Ukrainisches Nationaltheater für Oper und Ballett Taras Schewtschenko“) und als Ballettdirektor des „Akademischen Theaters für Oper und Ballett“ in Kiew sowie in den USA und Kanada einen Namen gemacht hat.

Einen vorläufigen Höhepunkt der Karriere des autodidakten Künstlers Kendlinger bildet seit 2017 das jährliche Matthias Georg Kendlinger Musikfestival Lviv. Auch in diesem Jahr empfängt der österreichische Komponist hier sein Publikum zur vierten musikalischen Werkschau vom 12. bis 18. Juli 2020. Die Veranstaltungen gewähren konzentrierte Einblicke in sein facettenreiches Schaffen – von seiner frühen volkstümlichen Tanzmusik bis hin zu seinen ab 2006 vorgelegten sinfonischen Werken, aus denen eine sehr bildhafte künstlerische Handschrift herauszuhören ist. Sohn Maximilian Kendlinger leitete 2016 sein erstes Sinfoniekonzert in der Philharmonie Lviv mit Werken von Beethoven und Mozart. Seither ist er regelmäßig im Rahmen verschiedener Konzertreihen am Pult zu erleben. Im September 2019 debütierte er in der Elbphilharmonie Hamburg. Rechtzeitig zum Beethoven-Jahr erfolgte zudem seine erste CD-Einspielung mit Beethovens Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“. Nach neuerlichen Auftritten zur „Wiener Johann Strauß Konzert-Gala“, schließt sich im Juni 2020 die musikalische Leitung der Neuproduktion „Italienische Nacht“ in Dresden und Berlin an. Zudem lenkt er als Junior Producer die Geschicke von „DaCapo Austria“.

Die einzigartigen Konzerte der K&K Philharmoniker sprechen eine urbane Zielgruppe an. Über 2 Millionen Besucher konnten die K&K Philharmoniker bereits begeistern. Kendlingers K&K Philharmoniker nutzten alle Kommunikationsinstrumente für die Markenpflege. Dazu gehören Spielzeithefte, Konzerthefte, Produktionsflyer, Plakate und Fassadenwerbung. Innerhalb der digitalen Kommunikation spielt das Online-Portal kkphil.at eine tragende Rolle, das jährlich von 300.000 Nutzern besucht wird. Ein Newsletter garantiert eine hohe Bindung der Konzertfans. Als Spitzenwert im privaten Klassik-Sektor sind auch die 15 Millionen YouTube-Aufrufe einzustufen.

Hinter dieser unvergleichlichen Erfolgsstory verbirgt sich die unelitäre Vision eindrucksvoll, authentischer Musikerpersönlichkeiten und eines professionellen Managements: „Tausend Menschen am Tag zu begeistern und glücklich zu machen.“ Das Konzept geht auf. Glückwunsch.

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