CORONA COVID-19 – Update für Theater und Veranstalter

Foto: Ani Kolleshi / unsplash.com
+++ Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert +++ letzte Aktualisierung 25.03.2020 – 13:35h +++

Bundesweit werden Hilfspakete für die, von der Coronakrise Betroffenen in der Kulturwirtschaft geschnürrt. Die Umsetzung und Beantragung ist vielfach eine Sache der Länder, die zudem auch eigene Unterstützungsprogramme auflegen wollen. Hier eine Linkliste zu den entsprechenden Informationsseiten des Bundes und der Länder.

Maßnahmenpaket der Bundesregierung
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen / Wirtschaft allg.
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

 

 

Handlungshilfen:

Ob Epidemie oder Pandemie, der neuartige Virus wird in den kommenden Wochen großen Einfluß auf unseren Alltag haben. Das betrifft auch Theater-, Konzert- und Veranstaltungsstätten. In Hongkong haben bereits Konzertsäle, Schulen, Theater und Bibliotheken geschlossen, Festivals werden abgesagt. Dieses Szenario lässt sich aktuell auch nicht mehr für Deutschland und Europa ausschließen. Noch (Stand 28.2.2020) ist es relativ still. Doch werden bereits erste Messen verschoben oder abgesagt. Weltweit sollen es Medienberichten zufolge bereits über 230 Messen sein, die abgesagt oder verschoben wurden. Einen Überblick über die Terminänderungen bietet eine Übersicht  des AUMA. Auch Theater-, Konzert- und Festivalbesucher sind verunsichert. „Wir beobachten bereits seit einigen Tagen einen erheblichen Einbruch bei den Kartenverkäufen und Inhaber von Karten versuchen zunehmend, diese gegen Erstattung des Eintrittsgeldes zurückzugeben“ sagt auch Prof. Jens Michow, geschäftsführende Präsident des Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) e. V. (Lesen Sie hierzu auch den Beitrag von Christian Raith, erpam GmbH, über wirtschaftliche Absicherungsmöglichkeiten in der kommenden Märzausgabe von theatermanagement aktuell). In der Schweiz sind bereits Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern untersagt. Das Verbot des Bundesrates gilt vorerst bis zum 15. März. In einigen Kantonen sind unter bestimmten Voraussetzungen sogar Veranstaltungen mit über 200 Teilnehmern untersagt. Betroffen ist unter anderem auch das Theater Chur. Bis zum 15. März fallen sämtliche Aufführungen aus. Für gewisse Veranstaltungen sollen Ersatztermine abgeklärt werden.

Veranstalter und Betreiber von Veranstaltungsstätten haben dabei nicht nur eine Sorgfaltspflicht gegenüber Mitarbeitern, sondern auch gegenüber ihren Gästen. Doch wann gilt eine Veranstaltung als Großveranstaltung? Dies ist nicht klar definiert. Und wann wird die Anordnung einer Veranstaltungsabsage tatsächlich aufgrund einer konkreten und nicht nur abstrakten Gefährdungslage tatsächlich zwingend erforderlich? Die Situation führt zu Verunsicherungen sowohl bei Veranstaltern als auch bei Besuchern. Handlungsoptionen müssen zunächst noch im Einzelfall beurteilt werden. Bei einer weiteren Ausbreitung wird man sich danach richten, was die Gesundheitsämter sagen und die entsprechenden Vorschriften befolgen. Im Moment scheint noch ein großes Abwarten zu dominieren. In dieser Phase darf jedoch nicht versäumt werden, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Die oben aufgelisteten Handlungshilfen sollen dabei auch denen dienen, die sich bisher etwa aufgrund der Größe ihrer eigenen Strukturen nicht betroffen gefühlt haben, wie z.B. kleinere Veranstalter und Theater, Spielstätten, Orchester oder Tanzcompanien und Theatergruppen. Aber auch bei großen Veranstaltern dürfte es hier und da Lücken geben, die es jetzt zu schließen gilt.

Inzwischen gibt es auch von einem Krisenstab der Bundesregierung  in Deutschland den Beschluß, dass Großveranstaltungen von umfassenden Risikobewertungen abhängig gemacht werden sollen. Konkrete Entscheidungen liegen bislang aber noch bei den Veranstaltern und den zuständigen Behörden vor Ort.

Weitere Informationen

 

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