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	<title>Ki &#8211; theatermanagement aktuell</title>
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	<description>Infos für Theater Konzert Festival</description>
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		<title>Der Feed vergisst. Newsletter bleiben &#8211; Warum Kulturinstitutionen ihre wichtigste Publikumsbeziehung neu organisieren müssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jp]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 17:15:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audience Development]]></category>
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					<description><![CDATA[Die vergangenen Jahre waren für Theater, Opernhäuser und Kulturinstitutionen eine Phase intensiver digitaler Expansion. Kaum ein Haus, das nicht erhebliche Ressourcen in Social Media investiert &#8230; ]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die vergangenen Jahre waren für Theater, Opernhäuser und Kulturinstitutionen eine Phase intensiver digitaler Expansion. Kaum ein Haus, das nicht erhebliche Ressourcen in Social Media investiert hätte: in Reels, Kampagnen, Kurzvideos, Plattformstrategien und Content-Produktion. Die Ziele waren klar definiert. Sichtbarkeit sollte erhöht, jüngere Zielgruppen erreicht, kulturelle Relevanz demonstriert werden. Vor allem aber hofften viele Häuser, den Anschluss an eine zunehmend digitalisierte Öffentlichkeit zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch hinter den Kulissen wächst inzwischen eine bemerkenswerte Ernüchterung. Trotz hoher Aktivität bleiben nachhaltige Effekte oft aus. Reichweiten schwanken unberechenbar, Inhalte verlieren binnen Stunden an Sichtbarkeit, Interaktionen wirken flüchtig. Vor allem aber zeigt sich: Digitale Aufmerksamkeit verwandelt sich oft nicht in langfristige Publikumsbindung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Untersuchungen zur digitalen Kommunikation auch im Kulturbereich zeigen inzwischen, dass Reichweite und nachhaltige Publikumsbindung nicht deckungsgleich sind. Plattformen erzeugen Sichtbarkeit, aber nur begrenzt stabile Loyalität. lesenswert ist hier unter anderem die <a href="https://phaidra.ustp.at/api/object/o:7424/preview?lang=en">Masterarbeit von Diana Maljoku an der Fachhochschule St. Pölten</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Reichweite ohne Bindung: Das strategische Problem digitaler Kulturkommunikation</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kulturmanager ist diese Entwicklung weit mehr als ein operatives Kommunikationsproblem. Sie berührt die strategische Kernfrage, wie kulturelle Beziehung in einer Plattformökonomie überhaupt noch entstehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Mechanik digitaler Öffentlichkeit hat sich grundlegend verändert. Plattformen wie Instagram, TikTok oder Facebook folgen längst nicht mehr primär sozialen Prinzipien, sondern algorithmischen Aufmerksamkeitslogiken. Sichtbarkeit wird dort nicht nach Relevanz vergeben, sondern nach Wahrscheinlichkeit maximaler Interaktion. Belohnt werden Geschwindigkeit, Reizintensität und permanente Aktualität. Genau darin liegt jedoch das strukturelle Dilemma kultureller Kommunikation.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Plattform-Algorithmen kulturelle Loyalität erschweren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kunst und Kultur funktionieren nicht nach der Logik des permanenten Impulses. Ein Theaterabend entfaltet seine Wirkung nicht in Sekunden. Eine Oper lebt nicht von sofortiger Reaktion. Kulturelle Bindung entsteht langsamer, tiefer und kontinuierlicher. Sie basiert auf Vertrauen, Wiedererkennbarkeit, intellektueller Resonanz und der Erfahrung einer kuratorischen Haltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen besuchen ein Haus selten dauerhaft wegen einzelner Posts. Sie kommen wieder, weil sie einem Haus kulturell etwas zutrauen. Weil es für eine bestimmte ästhetische Handschrift steht. Für Qualität, Perspektive, Haltung und emotionale Erfahrung. Genau diese langfristige Beziehung aber lässt sich in algorithmisch getriebenen Plattformumgebungen immer schwerer herstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschiebt sich auch die eigentliche Gefahr für Kulturinstitutionen. Es geht längst nicht mehr nur um Reichweitenverluste. Die größere Bedrohung liegt im schleichenden Bedeutungsverlust. Kulturelle Kommunikation droht im digitalen Strom austauschbarer Aufmerksamkeitssignale ihre Eigenständigkeit einzubüßen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie KI die Kommunikation von Kulturinstitutionen verändert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung wird sich durch den Einsatz generativer KI noch weiter verschärfen. Bereits heute lassen sich Veranstaltungstexte, Kampagnenideen, Trailer-Copy oder Social-Media-Beiträge innerhalb weniger Sekunden automatisiert produzieren. Die technische Effizienz steigt rapide. Gleichzeitig wächst jedoch die Austauschbarkeit der Kommunikation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je einfacher Inhalte erzeugt werden können, desto schwieriger wird kulturelle Differenzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade für Kulturinstitutionen ist das hochproblematisch. Denn ihre eigentliche Stärke liegt nicht in der Geschwindigkeit der Content-Produktion, sondern in ihrer unverwechselbaren kulturellen Identität. Publikum erkennt erstaunlich präzise, ob Kommunikation aus echter kuratorischer Haltung entsteht oder aus synthetisch erzeugter Routinekommunikation.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Newsletter für Kulturinstitutionen wieder strategisch wichtig werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Social Media ist unverzichtbar und nicht mehr aus dem Kommunikationskonzert wegzudenken, doch vor dem Hintergrund des Community-Buildings und KI-bedingt veränderter Wirkmechanismen gewinnen eigene Kommunikationsräume wie Newsletter strategisch wieder an Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange galten sie als funktionales Instrument des Kulturmarketings: ein Kanal für Spielpläne, Ticketangebote und Veranstaltungshinweise. Diese Sichtweise greift heute zu kurz. Im Umfeld zunehmender Plattformabhängigkeit entwickeln sich Newsletter wieder zu einem der wenigen verbliebenen Räume direkter kultureller Beziehung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn ein Newsletter funktioniert grundlegend anders als Social Media. Er wird bewusst geöffnet. Er erreicht Menschen ohne algorithmische Filterung. Vor allem aber konkurriert er nicht permanent mit hunderten parallelen Reizen. Dadurch verändert sich die Qualität der Kommunikation fundamental.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Newsletter statt Reichweitenlogik: Beziehung statt Dauerreize</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein guter Kultur-Newsletter ist kein digitaler Werbeflyer. Er ist die editoriale Stimme eines Hauses. Er schafft Raum für Kontext, Einordnung und kulturelle Vertiefung. Dramaturgische Hintergründe lassen sich dort ebenso vermitteln wie künstlerische Perspektiven, thematische Zusammenhänge oder persönliche Einblicke in die Arbeit eines Hauses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem aber ermöglicht der Newsletter etwas, das in digitalen Öffentlichkeiten zunehmend selten wird: Kontinuität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade darin liegt seine strategische Stärke. Denn kulturelle Loyalität entsteht selten spontan. Sie entwickelt sich über wiederkehrende Nähe. Über Verlässlichkeit. Über das Gefühl, mit einem Haus in einem fortlaufenden kulturellen Verhältnis zu stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Newsletter ins Zentrum der Publikumsstrategie gehören</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Management kultureller Institutionen ergeben sich daraus erhebliche Konsequenzen. Newsletter dürfen nicht länger als technischer Nebenkanal verstanden werden, der parallel zur eigentlichen Kommunikationsstrategie läuft. Sie gehören ins Zentrum langfristiger Publikumsbindung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das beginnt bereits bei der grundlegenden Zieldefinition. Viele Newsletter funktionieren bis heute primär vertriebsorientiert. Sie informieren über Termine, Premieren und Verkaufsstarts. Strategisch wirksamer werden sie jedoch erst dann, wenn sie Beziehung statt Bewerbung organisieren. Entscheidend ist nicht allein die Frage, welche Produktion verkauft werden soll, sondern warum es sich lohnt, mit einem Haus dauerhaft verbunden zu bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kulturmarketing der Zukunft braucht eine editoriale Handschrift</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür braucht es eine erkennbare editoriale Handschrift. Kulturinstitutionen werden künftig weniger über Kommunikationsmasse gewinnen als über Charakter. Häuser müssen deutlicher definieren, welche Perspektiven sie vertreten, welche Themen sie prägen und welche kulturelle Haltung in ihrer Kommunikation sichtbar werden soll. Newsletter bieten dafür ideale Voraussetzungen, weil sie Kontinuität und Wiedererkennbarkeit ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso wichtig wird die strategische Trennung von Plattformkommunikation und Beziehungsarbeit. Social Media bleibt unverzichtbar — für Sichtbarkeit, Reichweite, Erstkontakte und öffentliche Präsenz. Doch seine Rolle verändert sich zunehmend. Plattformen werden zum digitalen Schaufenster. Die eigentliche Beziehung entsteht an anderer Stelle: in Räumen, die nicht vollständig algorithmischer Dynamik unterworfen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum eigene Kommunikationskanäle für Kulturhäuser immer wertvoller werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau deshalb werden eigene Kommunikationskanäle wieder wertvoller. Newsletterlisten gehören dem Haus selbst. Sie schaffen Unabhängigkeit von Plattformlogiken und ermöglichen direkte Kommunikation mit einem Publikum, das sich bewusst für den Kontakt entschieden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kulturinstitutionen könnte darin eine der zentralen strategischen Aufgaben der kommenden Jahre liegen. Denn die digitale Öffentlichkeit wird nicht ruhiger werden. Sie wird schneller, künstlicher, dichter und austauschbarer. Aufmerksamkeit wird dadurch nicht knapper — wohl aber echte Bindung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erfolgreichsten Kulturanbieter der Zukunft werden deshalb vermutlich nicht jene sein, die den lautesten digitalen Auftritt besitzen. Sondern jene, denen es gelingt, dauerhafte kulturelle Beziehungen aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Newsletter können dabei zu einem der entscheidenden Instrumente werden. Nicht aus Nostalgie, sondern weil sie etwas ermöglichen, das im Plattformzeitalter selten geworden ist: kontinuierliche kulturelle Nähe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder anders formuliert: Der Feed produziert Sichtbarkeit. Beziehung entsteht woanders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(EIn Beitrag von Jürgen Preiß, <a href="http://www.jpmk.de">PR-Berater </a>und Herausgeber von theatermanagement aktuell)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>„Künstliche Intelligenz wird in nahezu allen Bereichen des Spielbetriebs Optimierungen ermöglichen.“</title>
		<link>https://www.theatermanagement-aktuell.de/kuenstlicheintelligenz-wird-in-nahezu-allen-bereichen-des-spielbetriebs-optimierungen-ermoeglichen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jp]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2025 12:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ticketing]]></category>
		<category><![CDATA[Hirschbiegen und Grundstein]]></category>
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		<category><![CDATA[Kokos.event]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Hirschbiegel]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit Matthias Hirschbiegel, Hirschbiegel &#38; Grundstein (Foto: Gerd Altmann auf Pixabay) tma: Herr Hirschbiegel, Theater stehen heute mehr denn je unter erheblichem Kostendruck und &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Interview mit Matthias Hirschbiegel, <a href="https://www.theatermanagement-aktuell.de/hirschbiegel-grundstein-gmbh/">Hirschbiegel &amp; Grundstein</a> (Foto: Gerd Altmann auf Pixabay)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Herr Hirschbiegel, Theater stehen heute mehr denn je unter erheblichem Kostendruck und müssen gleichzeitig ihre künstlerische Qualität sichern. Mit KOKOS.event liefern Sie seit Jahrzehnten eine Software-Lösung für Theater, die vor allem die Abläufe in den Bereichen Disposition, Terminplanung sowie Personalplanung und –abrechnung optimiert. Welche Rolle wird aus Ihrer Sicht zukünftig KI spielen, um den Spielbetrieb effizienter zu gestalten?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel: </strong>Insbesondere im Kontext zur Kunst ist es wichtig, die Arbeitsweise und Möglichkeiten der künstlichen Intelligenzen abzugrenzen. Diese Algorithmen arbeiten auf der Basis von vorhandenen Informationen, mit welchen sie trainiert wurden. Diese Informationen werden mit Hilfe von Sprachmodellen für uns aufbereitet. Das heißt, der Computer ist nicht kreativ, vielmehr ermittelt er seine Ergebnisse auf Basis von vorhandenen Daten, die in mathematische Modelle übertragen wurden. Das ist noch keine echte Kreativität. Die Analyse und Aufbereitung vorhandener Daten funktionieren aber schon sehr gut.<br>Unsere Handbücher umfassen viele Tausend Seiten und für die Benutzer kann eine Suche nach Informationen zeitaufwendig werden. Unsere KI-Hilfe gestattet eine in natürlicher Sprache formulierte Frage und die künstliche Intelligenz stellt die Informationen zusammen und formuliert eine natürlichsprachige Antwort. Auf diese Weise erweitert die KI die Fähigkeiten des Fragenden.<br>Im nächsten Schritt der KI-Evolution werden die Themen und Daten des eigenen Hauses betrachtet. Wir bereiten dies mit unserem Modul KOKOS.event Dashboard vor. Es gestattet derzeit schon die ad hoc Anzeige unterschiedlichster Fakten aus dem KOKOS.event-System. Dies kann beispielsweise als Frühwarnsystem genutzt werden, wenn die Anzahl der Überstunden ansteigen oder die Auslastung der Probenzeiten überproportional steigt.<br>Künstliche Intelligenzen bieten aufgrund der Sprachanalysefähigkeit und der Möglichkeit das Ergebnis sprachlich aufzubereiten, die Möglichkeit, Fragen an das System zu stellen, die ein Computersystem nicht beantworten könnte, wenn der Programmierer dies nicht zuvor in Form von Algorithmen erdacht hat.<br>Schließlich werden die derzeit schon existenten, aber mit Vorsicht zu betrachtenden Protokolle Verwendung finden, die es ermöglichen, dass künstliche Intelligenz das Programm oder gar technisches Gerät bedient. Im Dialog mit der künstlichen Intelligenz wird es möglich sein, die Umsetzung des kreativen Prozesses bezüglich informationeller, insbesondere finanzieller und technischer Parameter in Echtzeit zu begleiten.<br>Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass die künstliche Intelligenz in nahezu allen Bereichen des Spielbetriebs Optimierungen ermöglichen wird. Aus heutiger Sicht wird sie für den Kunstschaffenden ein Werkzeug sein, ihn jedoch nicht ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Können Sie ein Beispiel nennen, wie eine solche umfangreichere KI-Lösung im Alltag einer Intendanz oder Verwaltungsdirektion aussehen könnte? Welche Art von Management-Insights könnten Theaterleitungen durch KI zukünftig erwarten, die heute noch nicht oder nur mit großem Aufwand verfügbar sind?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel: </strong>Stellen Sie sich vor, eine Rolle in einer Oper ist zu besetzen und die favorisierte Person ist nicht verfügbar. Eine KI böte mir nun die Möglichkeit, eine Abfrage zu starten, die unsere vorhandenen Datenbestände untersucht, dabei meine unterschiedlichsten Präferenzen (Repertoire, Stimmlage, Kosten, Wohnort, Agentur, Kalender und sogar Zusammenarbeit) beachtet und als Ergebnis eine Präferenzliste mit Kontaktdaten und voraussichtlichen Kosten inklusive Begründungen liefert. Die Arbeitszeitersparnis ist enorm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Welche Erfahrungen haben Theater bisher mit der KI gestützten Freitextabfrage in der Softwaredokumentation gemacht – wo liegen die größten Effizienzgewinne?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel: </strong>Als Rückmeldungen insbesondere bei unseren Anwendertreffen erreicht mich die Aussage, wir mögen doch die Dokumentationen etwas leichtgewichtiger gestalten, weil das spezielle Vokabular und die Beschreibungen einen tieferen Einstieg in die Thematik erforderlich machen. Auf der anderen Seite wünschen sich manche Benutzer mehr Einblick in die Wirkweise, um das System noch besser auf ihre Anforderungen einzustellen. Hier kann eine künstliche Intelligenz ihre Stärke ausspielen. Die angefragte Information wird aus den diversen Handbüchern herausgesucht und in einer natürlichsprachlichen Antwort bereitgestellt. Wenn der Benutzer möchte, kann er nun seine Frage im Dialog mit der KI präzisieren, um tiefer in das Thema einzutauchen. Das ist schon eine tolle Sache.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma:</strong> Gerade die zunehmend komplexer werdenden Regelwerke des NV-Bühne stellen häufig eine Herausforderung für Personaldisposition und Abrechnung dar. Inwieweit kann KI helfen, diese Aufgaben besser zu beherrschen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel: </strong>Wir können schon seit einiger Zeit feststellen, dass Tarifverträge im deutschsprachigen Raum sehr hohe Anforderungen an die Planenden stellen. Verschiedene Paragrafen bedingen sich gegenseitig und erhöhen damit extrem die Komplexität der Planung. Es ist aber ein Unterschied, ob ich eine natürlichsprachige Zusammenfassung eines Tarifvertrags wünsche oder ob eine Jahresplanung unter Beachtung unterschiedlichster Optimierungsszenarien stattfinden muss, bei denen ein Fehler einen Vertragsbruch darstellt oder zu Mehrzahlungen führt, die man tunlichst vermeiden möchte.<br>Wir nutzen hier somit derzeit keine künstliche Intelligenz, um die Validität der Planung zu prüfen. Vielmehr bieten wir einen NV-Bühne-Assistenten, der mit Hilfe von herkömmlicher Programmierung arbeitet und dem Planer potenzielle Vertragsverstöße anzeigt. Die Planenden können dann selbst entscheiden, wie sie bei diesem Problem verfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Voraussetzungen, damit Theater in Zukunft noch effizienter werden können? Wo sehen Sie derzeit noch große Barrieren?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel:</strong> Ich sehe hier vor allem als nächste Schritte eine weitergehende Vernetzung der Arbeitsprozesse. Und natürlich betrachte ich eine Auflösung des herkömmlichen Abteilungsdenkens vorrangig im Sinne einer Vernetzung durch Digitalisierung. Hierbei können beispielsweise Mitarbeiterportale wie unser PeM.Web die Personalabteilungen von standardisierten Prozessen und Formularen entlasten. Dies macht insbesondere deshalb Sinn, weil aufgrund der erhöhten Anforderungen, wie sie beispielsweise aufgrund der Kontrolle der Nebenbedingungen eines NV-Bühne-Tarifvertrags erwachsen, zeitliche Freiräume für diese neuen Aufgaben geschaffen werden müssen.<br>Ein nicht geringer Anteil der Arbeit von Dispositionen ist das Aufbereiten und Verteilen des aktuellen Planungsstands. Es gibt jedoch inzwischen die Möglichkeit, Dienst- und Terminplanungen in einem Mitarbeiterportal zur Verfügung zu stellen. Hier holt sich der Mitarbeiter die aktuelle Information, wenn er sie benötigt, also ein Pull anstatt eines Push. Es ist sogar möglich, die aktuelle Terminplanung auf Wunsch direkt dem Mobiltelefon des Mitarbeiters oder Gastkünstlers zu übergeben. Die Nutzer haben dann auf Wunsch den Dienst- oder Terminplan immer aktuell im persönlichen Kalender, ohne dass sich ein Mitarbeiter um die Verteilung der Daten kümmern muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Viele Theater arbeiten mit historisch gewachsenen Analysetools. Exceltabellen sind in den verschiedenen Planungsbereichen immer noch vielfach verbreitet. Welche Herausforderungen sehen Sie da auf die Theater zukommen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel: </strong>Sind die Excel-Tabellen sehr einfach gehalten, bilden Sie die Controlling-Realität oft unzureichend ab. Mit fortschreitender Komplexität verkommen diese Excel-Tabellen jedoch zu unverständlichen Formel-Ungetümen, die in der Regel nur noch von einer Person gepflegt werden können. Diese Arbeitsweise ist nicht nur überholt, sie ist aus kaufmännischer Sicht auch verantwortungslos. Mit dem Mitarbeiter verliert das Theater dann vorhersehbar sein Know how. Es gilt hier nachvollziehbare Prozesse zu definieren und zu dokumentieren. Mit einer Budgetmanagement-Lösung sind die Prozesse dokumentiert, nachvollziehbar und unterliegen automatisch einer Weiterentwicklung. Verstehen Sie mich richtig, Tabellenkalkulationen werden aufgrund ihrer Möglichkeiten weiterhin vielfältig und erfolgreich im Einsatz sein. Im Rahmen eines strategischen Controllings gilt es jedoch zeitlich weitreichende Lösungsansätze zu wählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Welche Bedeutung haben für Sie in diesem Zusammenhang beispielsweise Schnittstellen und Datenaustausch mit Ticketsystemen? Was fehlt aus Ihrer Sicht, um hier weiterzukommen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel:</strong> Auf diesem Gebiet bin ich etwas desillusioniert. Wie ich schon vorhin angedeutet habe, bin ich der Meinung, dass eine Vernetzung von Information und eine gestärkte Zusammenarbeit dem Gesamtsystem Kultur zuarbeitet. Wir versuchen mit KOKOS.event Schnittstellen zu allen relevanten Systemen zu schaffen, um den Aufwand von Doppelerfassungen, Planänderungen und den dadurch entstehenden Korrekturen zu reduzieren. In den vergangenen 10 Jahren ist es uns aber trotz aller Bemühungen nicht gelungen, auch nur einen Anbieter von Ticket-Verkaufssystemen im deutschsprachigen Raum transparent und vollständig in die KOKOS.event Prozesse einzubinden. Die Schnittstellen sind unvollständig, Daten werden nicht geteilt. Das ist engstirnig und nicht im Sinn des Kunden. Kürzlich haben wir eine Schnittstelle zu einem isländischen Ticketverkäufer gebaut. Hier ist man gedanklich weiter. Es stehen moderne, funktionierende Schnittstellen zur Verfügung. Die Zusammenarbeit war gut. Das Bessere ist des Guten Feind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Können Sie ein Beispiel für eine Kulturinstitution nennen, wo die Vernetzung der Systeme und Analyse der Daten bereits optimal umgesetzt wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel: </strong>Ich möchte nicht einzelne Theatergesellschaften nennen. Allgemein scheint es mir jedoch, dass bei unserem Nachbarn Österreich für die genannten Optimierung größere Budgets eingeplant werden, als dies in Deutschland der Fall ist. Dies resultiert dann auch in hoher Qualität. Konkret handelt es sich hier beispielsweise um ein gestärktes Controlling, optimierte Marketingprozesse und eine intensivere Nutzung von digitalen Verbesserungsmöglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Wie nehmen Sie die Mitarbeitenden in Verwaltung und Disposition mit auf dem Weg zur KI-Nutzung?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel: </strong>Auf dem diesjährigen Anwendertreffen hatten wir eine Rundfrage vorbereitet, welche etwas mehr als 10 potenzielle Erweiterungen aufgeführt hat. Es wurde gefragt, welches Thema das größte Interesse bei den Anwendern und Anwenderinnen hervorruft. Mit großem Abstand wurde hier eine Unterstützung durch künstliche Intelligenz genannt. Wir können also konstatieren, dass wir niemand mitnehmen müssen. Wir gehen den Weg vielmehr gemeinsam. Mein Gefühl ist, dass die künstliche Intelligenz richtig genutzt, einfach ein weiterer Pfeil im Köcher ist. Wir wappnen uns mit diesem neuen Werkzeug für die Unwägbarkeiten und Fragestellungen, die auf uns zukommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>tma: </strong>Wenn Sie einen Blick in die Zukunft werfen – welche Rolle wird Ihrer Meinung nach KI im Jahr 2030 im Management von Theatern spielen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Matthias Hirschbiegel: </strong>In weiterer Zukunft werden künstliche Intelligenzen die Arbeitsprozesse begleiten. Sie erkennen selbstständig potenzielle Probleme und werden das Augenmerk auf bisher Unbemerktes lenken. Schnittstellen zu allen erdenklichen Geräten bieten einen Datenaustausch bis zur Bühnentechnik. Die Integration aller Abteilungen des Theaters wird voranschreiten und die künstliche Intelligenz wird unterstützen, wenn mir Wissen über Arbeitsprozesse und Werkzeuge fehlt. Abfragen auf meinen Datenbeständen werden durch die KI unterstützt und aufbereitet. Der Mensch kontrolliert jedoch die Sinnhaftigkeit der Ergebnisse und bleibt das Regulativ. Ohne grundlegende Änderungen an der Arbeitsweise der KI darf diese dem Menschen nur zuarbeiten, da eine Endkontrolle essenziell ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>KI als Gamechanger in den Live Performing Arts auf der Prolight + Sound</title>
		<link>https://www.theatermanagement-aktuell.de/ki-als-gamechanger-in-den-live-performing-arts-auf-der-prolight-sound/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2025 15:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digital]]></category>
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					<description><![CDATA[Foto: Frank Rietsch auf Pixabay Künstliche Intelligenz verändert auch die Live Performing Arts grundlegend – von automatisierten Prozessen bis hin zu neuen kreativen Möglichkeiten. Im &#8230; ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Foto: <a href="https://pixabay.com/de/users/frank_rietsch-638998/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=8266849">Frank Rietsch</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=8266849">Pixabay</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Künstliche Intelligenz verändert auch die Live Performing Arts grundlegend – von automatisierten Prozessen bis hin zu neuen kreativen Möglichkeiten. Im Rahmen der Prolight + Sound steht KI unter dem Motto „FutureScapes: Erlebniswelten zwischen Immersion und KI“ im Zentrum des Programms.<br><br>Für den Bühnensektor eröffnen sich durch KI vielfältige Chancen etwa durch automatisierte effizientere Arbeitsprozesse auf und hinter der Bühne. Künstlerisch können immersive Formate, virtuelle Räume, KI-gesteuerte Dramaturgien oder interaktive Avatare das Bühnenerlebnis erweitern. In der Produktion können Komposition, Lichtdesign und Szenografie durch KI ergänzt und erweitert werden. In der Vermittlung kann KI in Planung &amp; Marketing unterstützen: Von smarter Besucherstromlenkung über dynamisches Ticketpricing bis zur zielgerichteten Ansprache durch KI-generierten Content. Wer jetzt in KI-Kompetenz investiert, gestaltet die künstlerische und betriebliche Zukunft aktiv mit.<br><br>Top-Speaker geben Einblick in aktuelle Entwicklungen. Auf der Main Stage (Halle 11.0) bieten Keynotes renommierter Expert*innen frische Impulse zu diesem Top-Thema. So erläutert Dr. Uve Samuels in &#8222;AI: The Stage is Yours&#8220;, wie KI das Kundenerlebnis revolutioniert und Unternehmen eigene KI-Produkte entwickeln können (8. April, 12:00 Uhr). Sven Ortel erörtert in &#8222;Entertaining Change&#8220; u.a. die Verschmelzung von KI, Game Engines und Mixed Reality mit innovativem Storytelling (9. April, 12:00 Uhr). Den Einfluss moderner Technologien wie KI auf kreative Prozesse betrachtet Vickie Claiborne in &#8222;Empowering Creativity in the Age of Advanced Technology&#8220; (10. April, 12:00 Uhr). Dr. Steffen Ronft zeigt in &#8222;From Data to Emotion&#8220;, wie KI-Technologien in Verbindung mit Eventpsychologie gezielt Emotionen ansprechen können (10. April, 16:00 Uhr).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Image Creation Hub (Halle 11.0, E05) diskutiert ein Expertenpanel rechtliche Herausforderungen und Perspektiven rund um KI und Urheberrecht (9. April, 12:00 Uhr). Marko Massinger präsentiert in dem Areal die KI-gestützte 4K HDR-PTZ-Kamera OBSBOT TAIL, die automatisch Personen und Objekte erfasst (9. April, 14:00 Uhr).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der neuen Special Area MusicOneX (Halle 11.0, E50) demonstriert Produzentin und Rapperin Aufmischen in &#8222;AI in Music Production&#8220;, wie mit KI Kompositions- und Mastering-Prozesse optimiert werden (8. April, 12:00 Uhr, Production Island). Der Vortrag &#8222;AI for Mobile DJs&#8220; gibt Einblick in die Chancen und Herausforderungen der KI für DJs und ihre künftige Rolle in der Branche (8. April, 12:15 Uhr, Mobile DJing Stage).</p>



<p class="wp-block-paragraph">KI wird die Live Performing Arts tiefgreifend verändern. Kreativität, Empathie und neue Berufsbilder bleiben dabei essenziell menschlich. Es gilt KI als strategisches Werkzeug zu begreifen – für mehr Wirkung auf, hinter und jenseits der Bühne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://pls.messefrankfurt.com/frankfurt/de/themen-events/events.html">Eventkalender der Prolight + Sound</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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