Februar 4, 2026
(c) Julia Puder

Jens-Daniel Herzog verlängert in Nürnberg bis 2036

Staatsintendant und Operndirektor Jens-Daniel Herzog hat seinen Vertrag mit der Stiftung Staatstheater Nürnberg um weitere fünf Jahre verlängert. Sein aktueller Vertrag lief demnach noch bis 2031. Herzog, der Bayerns größtes Mehrspartenhaus seit der Spielzeit 2018/19 künstlerisch leitet, will seine Intendanz laut aktueller Pressemeldung des Staatstheaters bis 2036 fortsetzen. Er wird dann seinen 73. Geburtstag feiern. Eine seiner zentralen Aufgaben in dieser Zeit: die neue Spielstätte des Staatstheaters, die derzeit in der Kongresshalle Nürnberg entsteht, programmatisch zu prägen.

Die Vertragsverlängerung findet großen Rückhalt bei Stadt- und Landespolitik. Freudig wurde die Vertragsverlängerung u.a. von Oberbürgermeister Marcus König sowie Prof. Dr. Julia Lehner, Bürgermeisterin mit dem Geschäftsbereich Kultur und Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume begrüßt.

Staatsintendant Jens-Daniel Herzog: „Alle Schlüsselposition am Staatstheater sind nun langfristig und zukunftsfähig besetzt. Wir haben lange und mit viel Kraft darauf hingearbeitet, die Kongresshalle zu einem Ort der Kultur und einem neuen Zentrum für unsere Stadt zu machen. In der Kongresshalle wird ein Theater der Zukunft entstehen. In diesen Prozess möchte ich meine langjährige Erfahrung als Nürnberger Staatsintendant einbringen, zusammen mit meinem Team und den Ensembles die Entwicklungen gestalten und mich von all dem Neuen, das dort möglich wird, überraschen lassen.“

Jens-Daniel Herzog (Jg. 63), ging nach seinem Philosophiestudium 1990 als Regieassistent an die Münchner Kammerspiele. 1993 feierte seine Debütinszenierung, die Uraufführung von Marlene Streeruwitz’ Stück „New York, New York“, im Werkraum der Münchner Kammerspiele Premiere. Anschließend war Herzog Spielleiter und fester Regisseur an den Münchner Kammerspielen und gastierte am Thalia Theater Hamburg, am Wiener Burgtheater, am Schauspiel Frankfurt und am Schauspielhaus Zürich. Am Opernhaus Zürich inszenierte Herzog Wagners „Tannhäuser“ und Tschaikowskys „Pique Dame“. Von 2000 bis 2006 war er Schauspieldirektor am Nationaltheater Mannheim. Anschließend arbeitete er bis 2011 als freier Regisseur für Oper und Schauspiel an verschiedenen Bühnen. Von 2011 bis 2018 war Herzog Intendant der Oper Dortmund, arbeitete aber weiterhin als freischaffender Regisseur. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist Jens-Daniel Herzog Staatsintendant und Operndirektor am Staatstheater Nürnberg. Im Oktober 2020 wurde Herzog zudem zum Honorarprofessor an der Hochschule für Musik Nürnberg ernannt.