September 20, 2021

Studie zur Durchführung von Großveranstaltungen unter Pandemiebedingungen veröffentlicht

Foto: Gerd Altmann from Pixabay

Wie können künftig auch unter Pandemiebedingungen Großveranstaltungen stattfinden? Dieser Frage stellte sich das Amt Schenefeld mit einer vom Land Schleswig-Holstein geförderten Projektstudie für die “Erstellung von Hygienekonzepten für Großveranstaltungen”.

Die Projektstudie soll sowohl als Grundlage für künftige politische Diskussionen über weitere Öffnungsschritte als auch als Informationsquelle für die Veranstaltungswirtschaft genutzt werden. Sie liefert einen Handlungsrahmen, unter dessen Anwendung Großveranstaltungen auch zu Pandemiezeiten mit einem akzeptablen Restrisiko durchgeführt werden können. „Bei sehr hohem Organisationsgrad einiger Veranstaltungen kann dieses verbleibende Restrisiko bei entsprechenden Veranstal-tungen sogar niedriger als das allgemeine Lebensrisiko der beteiligten Teilnehmer:innen im öffentlichen Raum sein“, sagt Prof. Jens Michow, Mitglied der Verbände-Allianz Forum Veranstaltungswirtschaft und geschäftsführender Präsident des Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV).

Autoren der Projektstudie sind Marten Pauls, Verbandsmitglied sowie Infektionsschutz- und Hygienebeauftragter des BDKV, und Rechtsanwalt Daniel Schlatter, der eine Kanzlei für Veranstaltungsrecht führt und das Wacken Open Air als Veranstaltungsleiter begleitet. Unterstützt wurden die Autoren von Arbeitsgruppen aus der Veranstaltungsbranche, dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit – Sektion One Health in Bonn – sowie vom Lehrstuhl für Stochastik am Mathematischen Seminar der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel. Letzterer hat an der Entwicklung eines mathematischen Modells zur Berechnung der Auswirkungen verschiedener Testszenarien auf das Eingangsrisiko von Veranstaltungen mitgewirkt, das in der Studie enthalten ist.

Die Projektstudie mit allen Werkzeugen steht interessierten Anwender:innen zum kostenfreien Download zur Verfügung unter https://www.kommunalesicherheit.de/.