Februar 12, 2026
(c) DTHG Service GmbH / Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL)

Virtual Reality Trainingsprojekt für Bühnenfachleute gestartet

Im Rahmen des Innovationswettbewerb NEXT.IN.NRW starten die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) und die DTHG Service GmbH ein dreijähriges Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Nutzung von Virtual Reality (VR) in der Aus- und Weiterbildung der Theater- und Veranstaltungsbranche. Das Projekt ist am 01. Januar 2026 gestartet und endet am 31. Dezember 2028.

Der offizielle Projekt-Kick-off fand am 29. Januar 2026 an der HSHL in Lippstadt statt. Eine erste öffentliche Zwischenpräsentation und Diskussionsrunde ist im Rahmen der 63. Bühnentechnischen Tagung in Rostock (17.-18. Juni 2026) geplant.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung offener, modular erweiterbarer VR-Trainings, mit denen sicherheitsrelevante, komplexe oder kostenintensive Situationen realitätsnah simuliert werden können – ohne Gefährdung von Menschen oder Material. Nutzer*innen sollen in virtuellen Szenarien Entscheidungen treffen können, deren Konsequenzen virtuell unmittelbar erfahrbar werden. Auf diese Weise soll präventive Sicherheitsarbeit mit moderner Kompetenzentwicklung verknüpft werden.

Die Trainings sollen unter anderem Szenarien wie Bühnenaufbau, Notfall- und Krisensituationen sowie interaktive Sicherheitsunterweisungen abdecken und richten sich gleichermaßen an Auszubildende, Studierende und erfahrene Fachkräfte.

Vor einem Praxiseinsatz steht allerdings noch eine empirische Anforderungsanalyse in der bestehende Aus- und Weiterbildungspraktiken der Branche untersucht werden sollen. Im nächsten Schritt soll eine modular erweiterbare Systeminfrastruktur flankiert von Tests, Feedbackschleifen und branchenspezifischer Expertise entwickelt werden.

 Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erprobung, Skalierung und nachhaltigen Nutzung der Trainings in der Aus- und Weiterbildung – unter anderem durch einen mobilen „Immersive Training-Koffer“. Projektbegleitend werden die Anwendungen in realen Nutzungskontexten evaluiert und wissenschaftlich dokumentiert.

Begleitet wird das Projekt von Partner*innen-Institutionen aus Belgien, Finnland, Italien, Schweden und Deutschland, die aktiv an Erprobungs- und Evaluationsphasen mitwirken – nicht zuletzt, um den internationalen Wissenstransfer und die Skalierbarkeit der Ergebnisse zu fördern.