Präsentiert vom Dachverband Tanz Deutschland fand Ende Februar 2026 die Verleihung des Deutschen Tanzpreises und der Ehrungen statt. Über 1.000 Gäste aus Kunst, Kultur und Politik erlebten im Aalto-Theater ein hochkarätiges Bühnenprogramm. Zugleich wurde in den Begrüßungen, in den Worten der Laudator*innen und der Geehrten deutlich, dass Tanz – gerade in den Spannungen und Umbrüchen unserer Zeit – eine verbindende, reflektierende Kraft entfalten kann.
Ausgezeichnet wurde der Choreograf und Intendant Christian Spuck, dessen Werke international Anerkennung finden und das klassische Ballett nach Ansicht der Jury in zeitgenössischer Perspektive weiterentwickeln.
In ihrer Laudatio würdigte die Journalistin Dr. Dorion Weickmann Spucks unverwechselbare choreografische Handschrift, die psychologische Tiefe und erzählerische Klarheit verbinde sowie seine Stärken als Intendant. Ebenfalls geehrt wurde Prof. Dr. Gabriele Brandstetter für ihre herausragende Entwicklung im Tanz. In der Jurybegründung wird der außergewöhnliche Werdegang Brandstetters als Tanzwissenschaftlerin, Publizistin und Netzwerkerin nachgezeichnet. Sie wurde für ihre maßgebliche Rolle bei der Etablierung der Tanzwissenschaft als eigenständige akademische Disziplin im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.
Der Butoh-Tänzer Tadashi Endo wurde für sein Lebenswerk geehrt. Mit der Auszeichnung würdigte die Jury eine international herausragende Künstlerpersönlichkeit, die den Butoh-Tanz in Europa maßgeblich geprägt und über Jahrzehnte hinweg künstlerische Maßstäbe gesetzt hat.
