Das Team der Beraterinnen von Themis, der Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh-, Musik- und Theaterbranche hat 2025 insgesamt über 600 Beratungsgespräche geführt. Auffallend daran ist, dass sich verändernde Verhältnis von Fällen nichtkörperlicher sexueller Übergriffe (‚verbaler/non-verbaler oder digitaler sexueller Belästigung und Gewalt‘) zu Fällen ‚körperlicher sexueller Belästigung‘ und ‚Vergewaltigungen‘, wie es in einer Meldung von Themis heißt. Von den 105 Erstkontakten suchten 55 Betroffene Beratung wegen körperlicher sexueller Belästigungen und 13 wegen Vergewaltigungen und 37, also etwas mehr als 1/3, Hilfe wegen ‚verbaler/non-verbaler oder digitaler sexueller Belästigung und Gewalt‘. Der Trend setzt sich 2026 fort. Bereits 20 Hilfesuchende haben sich in den ersten drei Monaten 2026 wegen körperlicher Übergriffe an die Themis Vertrauensstelle gewendet.
Die Zahlen bestätigen erneut, dass von sexueller Belästigung und Gewalt überwiegend Frauen betroffen sind. Die Anzahl der bei der Themis Vertrauensstelle gemeldeten Übergriffe an Frauen überwog mit über 70% deutlich. Umgekehrt gingen Belästigungen oder Missbräuche in über 80% aller Fälle von Männern sowie in der großen Mehrzahl der geschilderten Belästigungssituationen von Vorgesetzten oder höhergestellten Personen aus.
Mit einem erweiterten Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Unternehmen und Institutionen der Kultur- und Medienbranche, erhalten Arbeitgebende eine kostengünstige Möglichkeit, ihre gesetzlich zwingend erforderlichen Beschwerdestellen im komplexen Thema der sexuellen Belästigung zu qualifizieren. Die Themis Vertrauensstelle berät zudem seit April komplett ortsunabhängig nun auch per Chat, Video oder Mail.
Kontakt: themis-vertrauensstelle.de
