Mit dem neuen Themenportal Musikwirtschaft schafft das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) erstmals einen zentralen Zugang zu aktuellen Daten und Analysen über die Musikwirtschaft in Deutschland. Ein besonderer Fokus liegt auf den Veränderungen der Branche durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Internationalisierung. Das Online-Angebot beleuchtet die einzelnen Teilmärkte vom Musikinstrumentenbau bis zum Live Entertainment und bündelt Fachbeiträge, statistische Daten, zentrale Studien sowie Branchenverzeichnisse von Unternehmen und Institutionen. Damit macht das neue Angebot die komplexen Strukturen und Entwicklungen der Branche systematisch sichtbar. Das Themenportal „Musikwirtschaft“ ist abrufbar unter https://miz.org/de/themen/musikwirtschaft
Im Zentrum des Portals stehen analytische Fachbeiträge zu den zentralen Branchen der Musikwirtschaft: von Kreativen, Musikverlagen und Verwertungsgesellschaften über Live Entertainment und den Recorded-Music-Markt bis hin zu Musikinstrumentenbau und Musikfachhandel. Die Beiträge analysieren Strukturen und Marktmechanismen, ordnen aktuelle Entwicklungen ein und machen die vielfältigen Verflechtungen zwischen den einzelnen Bereichen sichtbar. Herausforderungen wie die Veränderung des Recorded-Music-Markts durch Streaming und KI werden ebenso aufgegriffen wie der Konkurrenzdruck durch Billigimporte im Musikinstrumentenbau oder erhöhte Ticketpreise im Live-Segment durch Teuerungen bei Gagen, Mieten und Personal.
Erarbeitet wurden die Beiträge von ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, darunter Prof. Dr. Martin Lücke (Macromedia University), Prof. Dr. David-Emil Wickström (Popakademie Baden-Württemberg), Ruprecht Langer (Deutsches Musikarchiv), Prof. Dr. Enrico Weller (Westsächsische Hochschule Zwickau), Prof. Jens Michow (Fachanwalt für Veranstaltungs- und Medienrecht), Dr. Alexander Thamer (Fachanwalt für Urheberrecht), Birgit Böcher (Verband Deutscher Musikverlage/Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte) sowie Dr. Christiane Albiez (ehem. Schott Music) und Prof. Dr. Christian Baierle (ROBA Music Publishing).
Über die Fachbeiträge hinaus bietet das Themenportal einen umfassenden Zugang zu Daten und Akteuren der Branche: Ein recherchierbares Verzeichnis von Unternehmen, Verbänden und Institutionen ermöglicht differenzierte Einblicke in Strukturen und Tätigkeitsfelder der Musikwirtschaft. Ergänzt wird dieses Angebot durch den Musikatlas, der die Akteure geografisch abbildet und regionale Schwerpunkte sichtbar macht. Statistiken, Studien, musikpolitische Dokumente, ein Tutorial zum Urheberrecht sowie Hinweise auf Tagungen und Weiterbildungen erweitern das Informationsangebot.
Damit ermöglicht das Deutsche Musikinformationszentrum, eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, einen zentralen, vernetzten Zugang zur Musikwirtschaft in Deutschland – als Grundlage für Recherche, Analyse und Einordnung für Politik, Branche, Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit. Entwickelt wurde das Themenportal in Zusammenarbeit mit Martin Lücke und in konzeptioneller Abstimmung mit dem Forum Musikwirtschaft.
