August 31, 2025
16.08.25

SHMF feiert 40 Jahre mit Rekordergebnis

Foto: Medienwerk Lübeck / Christian Schaffrath

Mit einer Auslastung von 92 Prozent und insgesamt 202.000 Besucherinnen und Besuchern geht das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) nach acht intensiven Sommerwochen und insgesamt 203 Konzerten an 125 Spielstätten in Schleswig-Holstein, Dänemark, Hamburg und im Norden von Niedersachsen zu Ende.

Von Klassik über Hip-Hop, Jazz, Soul und Weltmusik erlebte das Publikum ein Programm voller Vielfalt und Entdeckungen. Neben Weltstars wie Anne-Sophie Mutter, Lang Lang und Sting begeisterten auch der Porträtkünstler Fazıl Say, Social-Media-Star Hayato Sumino, der senegalesische Sänger Faada Freddy oder die Jazzrausch Bigband. Besonders bei den Konzerten im Rahmen des Istanbul-Schwerpunkts wurde bis tief in die Nacht getanzt, so beispielsweise bei der kurdischen Sängerin Aynur, dem Kolektif Istanbul oder der israelisch-türkischen Folk-Band Light in Babylon. Intendant Dr. Christian Kuhnt: »Der Festivalsommer hat gezeigt, wie mächtig Musik darin ist, uns über alle Grenzen hinweg zu verbinden. Schöner hätten wir den 40. Festivalgeburtstag nicht feiern können!«

In mehr als 60 Konzerten bot das SHMF einen abwechslungsreichen Einblick in die musikalische Vielfalt Istanbuls. Zu erleben waren Orchester- und Solowerke, Kammermusik ebenso wie Lieder- und Klavierabende, die ein lebendiges Mosaik voller Kontraste entfalteten. Als musikalische Botschafter der Stadt am Bosporus traten unter anderem das Blechbläserquintett Golden Horn Brass, die Folk-Band Light in Babylon, die Pianistin und Komponistin Büsra Kayıkçı und der Gitarrist Celil Refik Kaya auf. Nicht nur das schleswig-holsteinische Festivalpublikum begegnete dem Städteschwerpunkt mit großer Neugier und Begeisterung – viele Konzerte, darunter die Auftritte von Aynur, Serenad Bağcan oder dem Kolektif Istanbul, zogen auch insbesondere die kurdische und türkische Community an.

Niemand steht mehr für das Überschreiten von Grenzen wie der diesjährige Porträtkünstler Fazıl Say. Als Komponist und Pianist zeigte er mit Virtuosität und intensivem Ausdruck in seinen insgesamt 17 Konzerten – von solistischen Recitals über Kammermusik bis hin zu großen sinfonischen Werken – immer wieder, wie sich verschiedene ästhetische Klangwelten und damit Kulturen verbinden lassen. »Es ist eine große Ehre Porträtkünstler dieses berühmten Festivals zu sein«, so Fazıl Say. Sein persönliches Highlight: »Die Uraufführung des Mandolinen-Konzerts mit Avi Avital und dem Festivalorchester, dirigiert von Nil Venditti! Der triumphale Applaus und die Standing Ovations haben mich sehr gerührt – ich bin fasziniert und selig«.

Auch in diesem Sommer wurden wieder zwei renommierte Awards an herausragende Nachwuchskünstler vergeben: Der Hindemith-Preis, dotiert mit 20.000 Euro und gestiftet von der Hindemith-Stiftung (Blonay/Schweiz), der Rudolf und Erika Koch-Stiftung, der Walther und Käthe Busche-Stiftung und Gerhard Trede-Stiftung, der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Land Schleswig-Holstein, ging an den Hamburger Komponisten Benjamin Scheuer. Mit dem Leonard Bernstein Award, dotiert mit 10.000 Euro und gestiftet von der Sparkassen-Finanzgruppe, wurde der japanische Pianist, Komponist und YouTube-Star Hayato Sumino ausgezeichnet.

Eine breite Unterstützung aus der Wirtschaft erfährt das Schleswig-Holstein Musik Festival von Beginn an. Mit einem Hauptsponsoring leisten die Sparkassen-Finanzgruppe (bestehend aus den schleswig-holsteinischen Sparkassen, der Provinzial Nord Brandkasse AG, der LBS Landesbausparkasse NordOst AG, der DekaBank und dem Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes), GP JOULE, NordwestLotto Schleswig-Holstein, sowie der Orchesterpartnerin IB.SH, der Mobilitätspartner BMW Group sowie Medienpartner NDR einen sehr bedeutenden Beitrag. Darüber hinaus unterstützten 49 Projekt- und Konzert- und vier Produktpartnerschaften und 50 Partnerinnen und Partnern das Festival.

Im kommenden Jahr findet das Schleswig-Holstein Musik Festival vom 4. Juli bis zum 30. August statt. Das Programm wird am 26. Februar 2026 veröffentlicht.