September 20, 2021

Vier Landestheater, über 100 Produktionen, knapp 60 Premieren

Foto: Landestheater NRW*

Die vier Landestheater NRW – die Burghofbühne Dinslaken, das Landestheater Detmold, das Rheinische Landestheater Neuss und das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel – haben heute im Konzert­ und Bühnenhaus der Wallfahrtsstadt Kevelaer ihre Spielpläne für die Saison 2022/23 präsentiert.

Anlass der Spielplanpräsentation ist die frühe Spielzeitplanung der Kulturverantwortlichen der Städte und Gemeinden für ihre Bühnen vor Ort: Die Landestheater bieten somit bereits im Herbst 2021 die Gastspiele für die Saison 22/23 an.

Geplant haben die vier Landestheater für die Spielzeit 2022/23 über 100 Produktionen, darunter knapp 60 Premieren, aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Musical, Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater. Gerade beim jungen Theater haben die Landesbühnen im vergangenen Jahr ihr Angebot ausgebaut.

Unter den Gästen der Spielplanpräsentation waren zahlreiche Veranstalter*innen von Theatergastspielen sowie Theaterleitungen und Kulturdezernent*innen aus den nordrhein-westfälischen Kommunen aber auch Vertreter*innen der lokalen und überregionalen Kulturpolitik.

Landestheater erfüllen eine Doppelfunktion: Zum einen bespielen sie in ihrer Stadt das eigene Haus. Zum anderen ist es ihr kulturpolitischer Auftrag, qualitätsvolles und mobiles Theater in die nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden ohne eigenes Theaterensemble zu bringen. Die vier Landestheater NRW spielen über 1.300 Vorstellungen im Jahr, davon durchschnittlich mehr als 50 Prozent als Gastspiele in fast 200 Kommunen Nordrhein-Westfalens und darüber hinaus.

Kostproben aus dem Programm:

Was ist mit mir GESCHEHEN?, fragt sich das Rheinische Landestheater Neuss in der Spielzeit 2022/23 und eröffnet diesen Diskurs mit dem Stück Power nach dem Roman von Verena Güntner. In der erfolgreichen Reihe @WhiteBoxX lässt das Landestheater aus Neuss Franz Kafkas Die Verwandlung inszenieren.

Die Burghofbühne Dinslaken startet mit der Uraufführung Grimm – Kein Märchen! über das Leben der märchensammelnden Brüder in die neue Saison. Außerdem verspricht die Adaption des Romans Alles ist erleuchtet des Autors Jonathan Safran Foer einen fantastischen Abend über einen irrwitzigen Roadtrip durch die Ukraine und die Geschichte eines jüdischen Schtetls.

Das Westfälische Landestheater präsentiert mit Elektrolurch im Sonderzug einen Überblick über die Geschichte des deutschen Rocks. Mit dem Spiegel­ Bestseller Liebes Kind von Romy Hausmann bringt das Landestheater aus Castrop-Rauxel einen packenden Thriller über eine Hetzjagd zwischen Entführer und geflohenen Opfern auf die Bühne.

Puccinis Madama Butterfly wird die Spielzeit 2022/2023 des Landestheaters Detmold eröffnen. Neben diesem Klassiker steht unter anderem auch Ariadne auf Naxos von Richard Strauss auf dem Spielplan. Lange musste das neue Ensemble um Ballettdirektorin Katharina Torwesten auf seinen ersten Auftritt vor Publikum warten und freut sich, Sergei Prokofjews Romeo und Julia – begleitet vom Symphonischen Orchester des Landestheaters Detmold – zu zeigen. Im Schauspiel kommt Joseph Kesselrings Arsen und Spitzenhäubchen auf die Große Bühne.

Landestheater NRW Gruppenbild, v.l.n.r.:
Oliver Keymis (Vizepräsident des NRW-Landtags und Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien im NRW-Landtag)
Verena Rohne (Leiterin Abteilung „Tourismus und Kultur“ der Wallfahrtsstadt Kevelaer)
Günter Wohlfarth (Geschäftsführender Direktor Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel)
Heike Czarnetzki-Buschheuer (Verwaltungsleiterin Burghofbühne Dinslaken)
Georg Heckel (Intendant Landestheater Detmold)
Mirko Schombert (Intendant Burghofbühne Dinslaken)
Stefan Dörr (Verwaltungsdirektor Landestheater Detmold)
Ralf Ebeling (Intendant Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel)
Caroline Stolz (Intendantin Rheinisches Landestheater Neuss)
Tanja Krischer (Verwaltungsdirektorin Rheinisches Landestheater Neuss)
Dr. Dominik Pichler (Bürgermeister Wallfahrtsstadt Kevealer)